[553] Fabionen, Paviane.

[554] vermögen, besitzen.

[555] ablegen, niederlegen, aufgeben.

[556] angelegen sein, wie anliegen, ersuchen, zureden.


An die Umstehenden.

(Holzschnitt: Ein Koch umgeben von Küchengeräth und Speisen; links und rechts zwei große Eimer oder Gemäße.)

Herbei, wer wil sein Glück zuvor gewißlich wissen,
Herbei, die Müh wird ihn wahrhaftig nicht verdrießen!
Er blättere herum, er suche hin und her,
Wann er dann findet das, wornach steht sein Begehr,

So ist es mehr als gut; wann aber solt geschehen,
Daß er auf einem Blatt dasjenige muß sehen,
Was ihme nicht gefällt, so schweig er dannoch still,
Wann er unausgelacht vom Umstand bleiben wil.


Gebrauch dieses Buches, so in der linken Hand gehalten werden sol.

(Holzschnitt: Ein Mann mit einem Korb in der Linken bedroht eine Frau, welche abwehrend den Arm gegen ihn ausstreckt, mit einem Prügel, den er in der Rechten hält.)

Wann der Artifex seine Kunst weisen[557] will, so fasset er mit seinem rechten Daumen den Griff mit No. 1, laß die Blätter nach einander herum schnappen, so erscheinet nichts als Weiß; ist dann irgend einer unter dem Umstand, der entweder gelehrt oder andächtig ist, so lässet er denselben in das zugethane Buch blasen, ergreift den Griff mit No. 2 gezeichnet, laß die Blätter abermal herumschnellen, so sihet man sonst nichts als diese Schriften; alsdann mag der Artifex sagen, der, so hinein geblasen, sei ein gelehrter oder andächtiger Mann. Alsdann bläst er selbst auf das Buch, ergreift wiederum No. 1 und zeigt der Gesellschaft wiederum eitel weiße Blätter. Ist ein Reicher unter dem Umstand, den läßt er abermal auch wie den Vorigen an das Buch blasen, folgends ergreift er No. 3 und zeiget dem Reichen, daß er viel Geld habe; hernach bläset er selbst wieder durchs Buch und weiset dem Umstand mit No. 1 nur die weiße Blätter. Ist dann einer unter dem Haufen, der ein Sparren zu viel oder zu wenig hat, den lasse er hinein blasen und weise ihm hernach durch No. 4 seine Brüder, aber zeige sie einem solchen, daß es keine Stöß setze, dann wann solches geschähe so wil ich keine Schuld davon haben. Dunkt dem Artifex, es sei ein Soldat oder Balger vorhanden, oder aufs wenigst ein solcher, der vor einen Helden gehalten sein wil, den lasse er ins Buch blasen und weise ihm vermittelst No. 5 lauter Wehr und Waffen und sage: diß ist ein Kerl, der Lust zum Krieg hat &c. Hernach blase er selbst wieder ins Buch und weise durch No. 1 abermal nur weiße Blätter. Ist aber ein Saufer oder Zechbruder vorhanden, den lasse er in das Buch blasen und weise ihm No. 6, seine geliebte Trinkgeschirr, hernach blase er selbst ins Buch und zeige ihm abermal nur weiße Blätter. Ist dann ein Jungfernknechtla bei der Gesellschaft, den lasse ins Buch blasen und zeige ihm durch No. 7, daß er eitel Knaben und Jungfrauen ins Buch geblasen, welches eine Anzeigung sei, daß er gern löffele, tanze &c.; hernach bläst er abermal wieder selber in das Buch und zeiget mit No. 1 abermal nur die weiße Blätter dem Umstand. Und so einer vorhanden, der gern spielt, den läßt er ins Buch blasen und weiset ihm hernach durch No. 8 die Karten, bläst hernach selbst wieder ins Buch und zeigt abermal nur weiße Blätter. Wann aber der Artifex die Leute zuvor nicht kennet, so wird er ja so dumm nicht sein, daß er nicht etwas aus dem Gesicht, Kleidern oder Alter abnehmen könte, als zum Exempel: die Alten haben eher Geld als die Jungen, da hingegen diese gern löffeln; wann du nur recht hiermit procedirn wirst, so wird man dich wol vor kein Hasen halten, viel weniger glauben, daß du ihrer noch mehr machest. Gehab dich wol.

(Holzschnitt: Zwei Männer mit einer Tragbahre mit einem Ballen Papier; darauf ein großer Humpen mit Buckeln.)