XIV.

Nun spiele ich immer Auferstehen. Aber ich muß es heimlich tun. Die Brüder sind nicht da. Ich bin allein. Und die Mariandjei hat mich angebunden.

Als ich kam, gab man mir ein Feiertagskleid und alle Türen gingen auf und zu. Aber in letzter Zeit sind viele verschlossen. Es gefällt mir hier nicht mehr.

Auch den Kaiser mag ich nicht mehr leiden.

XV.

Als ich ein Kind war, schlug man mich. Einst hatte ich eine Raupe gefangen, eine große Raupe, auf einem Blatt. Da bliesen die Soldaten vor dem Tor, bunte Husaren ritten ins Manöver.

Hei! wie ich, Knabe, da fröhlich lief! Wie ich da lief! Und im Laufen zertrat ich die Raupe, zertrat auf dem Kies ihren Schlangenleib.

Oh, wie zerkrampfte sich da mein Fuß im Schuh! Oh, wie zerkrampfte sich da mein Herz! Als ich da ausglitt auf ihrem schlüpfrigen Leib, als da der Kies unter meiner Sohle knirschte.

Da warf ich mich in den Wald. Da verging ich im Wald. Da vergrub ich mich unter den Büschen im Wald. Da machte ich keine Schularbeiten mehr — und wurde geschlagen, weil ich die Raupe nicht und nicht die Henkersstelle sehen wollte.

Eigentlich wäre nun dies der Anfang. Ja, eigentlich wäre nun dies der Anfang meiner Geschichte. Aber wie soll ich Euch das erklären?