Aber deswegen keine Beängstigung, bitte: Es ist ja nicht unsere Schuld. Wir haben keine. Wir werden uns fleißig die Hände waschen. Mit Geld und guten Worten und so weiter. Wir nehmen uns einen Stellvertreter. Das ist mein neuester Trick. Eine alte Sache.
Jeder schickt eben den andern. Den lieben nächsten, den nächsten besten, den Allernächsten. Je näher, je besser! Je lieber, je besser! Damit man auch was zu weinen hat. Den Bruder vielleicht? Oder sonst irgendeinen? Und haben wir keinen, so machen wir einen. Die Welt darf nicht zugrunde gehen! Ich werde Ihnen ein Kind machen, wenn Sie erlauben. Einen Sohn werden wir uns machen, einen kleinen Bruder. Der liebe kleine Bruder mag für uns gehen! Den lieben kleinen Bruder werden wir schicken. Der soll für uns den Peter erschlagen. Der mag sich das Blut von den Händen pissen!
So kommen Sie nur auf mein zartes Sofa! Da lassen wir flink den Vorhang herunter und spielen fleißig Papa und Mama. Das Brüderlein mag die Schuld auf sich nehmen.
Das steht vor seinem Hauptmann und sagt: „Jawoll!“ Ei, da wird es umhergeschwenkt! Ei, da fliegen die Befehle! Da regnet es Strafen. Da hagelt es Strafen.
Wir aber ziehen uns leise zurück. Wir ruhen so süß an unserer Brust. Komm doch, mein Täubchen! Laß länger mich nicht warten! Komm nur, du liebenswerte Sau, der Kaiser braucht Soldaten!
XX.
Die Mariandjei ist auch nicht mehr da. Man hat mir alles fortgenommen. Nur noch die Stäbe sind da. Die Ordnungsstangen. Mich in Ordnung zu halten, damit ich nicht falle. Damit ich nicht in Versuchung falle.
XXI.
Wenn ich nur einmal noch aufgeklärt würde! Ein wenig auferleuchtet, ein wenig erhellt!