– Guten Abend, alter Kamerad! rief er mir so ungenirt zu, als wären wir zusammen in die Schule gegangen.
– Guten Abend! antwortete ich, den kleinen Kerl groß ansehend. »Wer bist Du, und hast Du auch einen Paß bei Dir?«
– Brauche keinen Paß! Reise überall frank und frei umher!
– So? Dann mußt Du wohl sehr weit herkommen? Laß das nur die Polizei nicht merken!
– Giebt für mich gar keine Polizei! sagte er so stolz, als wäre er mindestens der Kaiser von Rußland.
– Höre 'mal, kleiner Patron, Du scheinst mir ein Landstreicher zu sein!... Doch gleichviel, ich will Dich nicht verrathen; sag' mir nur, wer Du bist.
– Du kennst mich also nicht mehr! Was für ein kurzes Gedächtniß Ihr Menschen doch habt!... Ich bin ja Puck!
– So? Du bist Puck?... Und wer ist denn Puck, wenn ich fragen darf?
– Was? Du willst ein Dichter sein und kennst den kleinen Puck nicht einmal?... Schämen solltest Du Dich!
– Nun ja, Du närrischer Kauz, da wir unter uns sind, will ich das ja gerne thun; aber sage mir wenigstens...