»Jesmaria, das Kalb hab ich im Wald vergessen!« rief er erschrocken. »An den Zaunstecken steht es gebunden.«
»Himmlischer Vater, da haben wir wieder den Schaden! O wenn das mein Gottseliger erlebt hätt!«
Die häufige Mahnung an den Gottseligen verdroß ihn. Er wollte überhaupt für heute die Zwiesprache enden. Drum sagte er: »Weib, ich bet jetzt. Stör mich nit! Du begehst eine Todsünd.«
»Du und beten?!« spottete sie. »Ja sausen und brausen laßt du es, dein Gut verstreust du. Und ich muß mich mit den zwölf Menschern durchfretten.«
Er richtete sich auf. »Weib, reiz mich nit! Wenn ich wild bin, ist der Zorn auch gleich da. Wer macht uns arm? Du mit deiner Fruchtbarkeit. Was du treibst, ist zuviel. Und nit einen einzigen Buben, lauter Menscher! Die kannst du dir nit genug kriegen, zu Dreikönig eins, zu Allerheiligen wieder eins.«
»Du Schandvogel!« schalt und schelmte sie. »Du Rabenseel!«
Er blieb nichts schuldig. »Du Truchtel, sei still!«
Ein Schimpf rankte sich in den andern.
»Du Flank du, du Schlank du!«