„Die Menge,“ sagte Sam triumphirend; „da 's Bruno, – 's ist ein Brüller! und dann hat hier auch noch jeder Nigger ein paar junge Hunde von einer Sorte oder anderer!“
„Pah!“ sagte Haley, – und fügte noch etwas Anderes mit Bezug auf die erwähnten Hunde hinzu, worauf Sam murmelte:
„Seh' nicht ein, wozu – was nöthig – drauf zu fluchen.“
„Aber Euer Herr hält keine Hunde (ich weiß es ganz gewiß), um Niggers aufzuspüren.“
„Unsere Hunde alle haben sehr scharfen Geruch. Glaube, 's ist die rechte Sorte, – haben zwar nie keine Praxis gehabt. Brave Hunde, Master, auf Alles, wenn Ihr sie loslaßt. Hier, Bruno,“ rief er, einem umherschlendernden Neufundländer zupfeifend, worauf dieser mit gewaltigem Geräusche auf ihn zugesprungen kam.
„Du sollst gehenkt werden!“ sagte Haley aufsteigend. „Komm, kriech' hinauf nun.“
Sam kroch demgemäß hinauf, dabei jedoch auf geschickte Weise Gelegenheit findend, Andy zu kitzeln, was diesen nöthigte, in ein helles Lachen auszubrechen, in Folge dessen Haley in heftigem Unmuthe mit der Reitpeitsche nach ihm hieb.
„'s ist erstaunlich, Andy!“ sagte Sam mit schrecklichem Ernste. „Dieß ein sehr wichtiges Geschäft; – mußt hier keinen Spaß treiben; – das ist keine Art, Master zu helfen.“
„Ich werde den graden Weg nach dem Flusse nehmen,“ sagte Haley mit Bestimmtheit, als sie die Gränzen der Besitzung erreicht hatten. „Ich weiß, welchen Weg alle Die nehmen, – die laufen Alle in die Niederung.“
„Sicher,“ sagte Sam, „das ist die rechte Idee. Master Haley trifft's just in die Mitte. Nun, da sind zwei Wege an den Fluß, – der Holzweg und die Chaussee; – welchen will Master nehmen?“