Worin es sich zeigt, daß ein Senator nur ein Mensch ist.

Der Schein eines behaglichen Feuers fiel auf den Teppich eines kleinen, bequemen Wohnzimmers, und schimmerte auf den Seiten der Theetassen und der blank geputzten Theekanne, als Senator Bird sich seine Stiefeln auszog, als Vorbereitung dazu, seine Füße in ein Paar neuer, schöner Pantoffeln schlüpfen zu lassen, welche seine Frau für ihn während seiner Abwesenheit in seinen Geschäften als Senator gefertigt hatte. Mistreß Bird, ein Bild innerer Wonne in diesem Momente, war beschäftigt, das Arrangement des Tisches zu treffen, während sie dabei von Zeit zu Zeit ermahnende Bemerkungen an eine Zahl fröhlicher Kleinen ergehen ließ, welche sich mit allerhand Arten nicht zu beschreibender, muthwilliger Streiche belustigten, die je Mütter seit der Sündfluth in Erstaunen gesetzt haben.

„Tom, laß den Thürknopf los, es kömmt ein Mann! – Marie! Marie! zupfe die Katze nicht an dem Schwanz, – armes Thierchen! Dim, Du mußt nicht auf den Tisch klettern, – nein! – Ach, Du kannst nicht glauben, mein Lieber, wie Du uns Alle überrascht hast, Dich heut Abend noch hier zu sehen!“ sagte sie, als sie endlich einen Augenblick Zeit gefunden, auch ein paar Worte an ihren Mann zu richten.

„Ja, ja, ich dachte, ich wollte grad 'mal hinunterlaufen, eine Nacht hier zubringen und mich zu Hause pflegen. Ich bin todtmüde und mein Kopf thut mir weh.“

Mrs. Bird warf einen Blick nach der Kampferflasche, welche in dem halb geöffneten Wandschranke stand, und verrieth die Absicht, sie holen zu wollen, allein ihr Mann verhinderte es.

„Nein, nein, Marie, nicht doktern, eine Tasse guten, heißen Thees und etwas von unserer guten Hauskost ist Alles, was ich brauche. 's ist ein ermüdendes Geschäft, – diese Gesetzgebung!“

Und der Senator lächelte, als wenn er sich in dem Gedanken gefiele, sich als eine Art Opfer für sein Vaterland anzusehen.

„Nun,“ sagte seine Frau, als die Geschäfte am Theetische allmählich nachzulassen schienen, „was ist denn im Senate verhandelt worden?“

Es war eine ganz ungewöhnliche Erscheinung bei der sanften, kleinen Mistreß Bird, daß sie sich jemals den Kopf mit dem beschwerte, was im Senatshause vorging, indem sie weislich bedachte, daß sie genug mit ihren eigenen Geschäften zu thun habe. Mr. Bird schlug deßhalb seine Augen verwundert auf und sagte nur:

„Nicht viel von Bedeutung.“