[13] Gegenwärtig tritt die holländische Regierung diesem einträglichen Geschäfte der Häuptlinge (= Demang) entgegen, weil die Ausgaben für den Titel und die damit verbundenen Feste oft den Candidaten zu ruiniren drohen.
[14] Seit einigen Jahren ist es den „Fremdlingen“ wenn auch nicht unmöglich, so doch so schwierig gemacht worden, den Officiersrang zu erlangen, dass bei meinem Abschiede aus dem indischen Dienste die Zahl der „fremden“ Officiere auf ein Minimum gesunken war.
[15] Vide II. Band, Seite 205.
[16] Die indische Katze ist durch die eigenthümliche Form der Schwanzspitze charakterisirt. Der Schwanz endigt nämlich in einem Knoten und besitzt weniger Wirbel als die gewöhnliche, über die ganze Welt verbreitete Hauskatze.
[17] In den Tropen sind Bücherschränke die besten Bewahrorte für Bücher. In Bücherkästen häufen sich sehr leicht Schimmel und der Bücherwurm an; Luft und Licht sind in Indien auch für Bücher die besten Conservirungsmittel. Die Schränke müssen aber frei stehen, d. h. nicht gegen die Mauer lehnen.
[18] Die ambonesischen Soldaten sind Christen und beziehen als solche ebenfalls Schuhe.
[19] Nur sehr selten wird man bei den Europäern so schön geformte Füsse finden als z. B. bei den malaiischen Frauen, welche weder Schuhe noch Sandalen tragen.
[20] Vide I. Theil, Seite 20.
[21] Bei den Battakern (im Osten Sumatras) werden die Hunde gemästet und als Schlachtvieh auf den Markt gebracht.
[22] Als ich im Jahre 1884 mit Urlaub nach Europa ging, begegnete ich ihm in Wien und er theilte mir so manche Scenen aus der Schreckenszeit des 26. und 27. August 1883 mit. Das Erdbeben, das Seebeben, der Aschenregen, die Lavamassen, die Finsterniss und die viele Meter hohen Sturzwellen der See erschütterten Mark und Bein der muthigsten Männer. Sein Haus stand in der Ebene gegenüber dem des Landescommandirenden; in der Veranda befand sich die Compagniecassa, in welcher (reglementswidrig) 1000 fl. des Dr. X. zur Bewahrung sich befanden. Das Seebeben kam so plötzlich und so unvermittelt, die vom Sturm gepeitschten Wellen stürzten so schnell und so unerwartet über die Dächer der Häuser hinweg, welche am Strande standen, auf die grosse Strasse, dass Alle in wilder Flucht auf den Hügel eilten, auf welchem das Haus des Residenten und das Fort sich befanden. Weder Dr. X. noch Hauptmann Y. hatten Zeit, den Inhalt der eisernen Cassa mitzunehmen, welche in den Mauern des Hauses befestigt war. Leider gab Hauptmann Y. zwei Soldaten den Befehl, bei der Compagniecassa Wache zu halten. Sie wurden von den stürmenden Wogen verschlungen und blieben die einzigen Verluste der Garnison.