[43] Der Photograph hat in richtiger Auffassung der javanischen Etiquette bei der Aufnahme die Prinzessinnen stehen und die Bedajas und die Musikanten sitzen lassen. Nicht nur bei officiellen Festlichkeiten, sondern auch im alltäglichen Leben setzt sich der „kleine Mann“ sofort auf den Boden, wenn er mit einem hohen eingeborenen oder europäischen Beamten, und wäre es nur für wenige Secunden, zu thun hat; ja selbst auf der Strasse wird im Innern des Landes der „kleine Mann“, selbst wenn er zu Pferde ist, sofort absteigen und sich auf den Boden setzen, sobald ein Höherer sich nähert. In den Städten wird diese Ehrenbezeigung nur im Amte, aber nicht auf der Strasse, und auch nur den allerhöchsten Würdenträgern erwiesen. Selbst der Titel „Kanjeng tuwan“ heisst wörtlich übersetzt: Der Herr (tuwan), welcher steht.
[44] Tji ist die Verkürzung von Tjai = Wasser (S.).
[45] W. M. W. Nr. 47, 1898.
[46] Es ist bereits gelungen, durch mikroskopische Schwämme die Heuschrecken in grossen Massen sterben zu lassen. Vielleicht wird sich ein Mittel finden lassen, um auch diese Landplage (die Mosquitos) Indiens durch Vergiftung mit solchen niedrigen Pflanzen epidemisch zu Grunde gehen zu lassen.
[47] Die Kohlenlager von Bodjong Manick und von Bodjong Mangku sind kaum dem Namen nach bekannt. Ein gleiches Schicksal haben die Bittersalz-Quellen, Schlammwellen, warme Quellen und Jodium haltende Wasser dieser Provinz.
[48] Vide [Fussnote 2, Seite 96].
[49] Für die Richtigkeit dieser Nachrichten über die Insel Panaïtan will ich nicht einstehen, weil sie nur den Mittheilungen eines Häuptlings von Lebak entnommen sind.
[50] In der Provinz Preanger bin ich im Jahre 1881 in Garnison gelegen und habe sie einige Male als Tourist durchreist. Um Wiederholungen zu vermeiden, muss ich die chronologische Reihe meiner Erlebnisse unterbrechen und nur mit wenigen Worten meine Wanderungen vom Jahre 1881 bis 1888 andeuten: Vier Monate blieb ich in der Provinz Bantam. Nachdem ich hierauf elf Monate in Buitenzorg, der Residenz des Unterkönigs (= Gouverneur-General) gedient hatte, begann abermals das Wanderleben. Im Jahre 1882 war ich in Weltevreden und in Telok Betong (Süden von Sumatra) in Garnison, musste im September wiederum nach Weltevreden transferirt werden, um mich einer Prüfung für den Rang eines Regimentsarztes zu unterwerfen. Nachdem ich diese mit Erfolg abgelegt hatte, wurde ich nach Batu-Djadjur geschickt, wo die grosse Schiessstätte der Artillerie sich befand. Ende März 1883 kehrte ich nach Batavia zurück und bekam nach zwei Monaten den Auftrag, das zehnte Bataillon nach Atjeh zu begleiten. Kaum drei Wochen später wurde ich nach „Polonia“ in der heutigen Provinz „Ostküste von Sumatra“ transferirt, wo ich an der äussersten Grenze des holländischen Gebietes wieder zehn Monate lang in dem Fort Seruway, abseits von der menschlichen Civilisation, mit zwei Officieren lebte. Die Einöde dieses Festungslebens machte sich um so fühlbarer, als ich schwer krank wurde und meine Abberufung sich verzögerte. Im März 1884 verliess ich endlich diese einsame und verlassene Gegend, und nach sechswöchentlichem Aufenthalte in dem Spitale zu Weltevreden bekam ich einen zweijährigen Urlaub nach Europa. Am 19. Juni 1886 kehrte ich nach Indien zurück und wurde bei meiner Ankunft in Batavia angewiesen, nach Atjeh (Nord-Sumatra) zu gehen, wo die Eingeborenen einen Guerillakrieg gegen die Holländer führten. Hier blieb ich (mit meiner Frau, welche ich im Mai 1886 in Rotterdam geheiratet hatte) volle zwei Jahre, um hierauf die Insel Java bis zum Jahre 1897 nicht mehr verlassen zu müssen.
[51] Indisch-holländisches Sprichwort.
[52] Berechnet nach einem Durchschnitt von 10 Jahren.