[150] Nur die Generäle werden von dem König in Holland ernannt und verabschiedet.

[151] Tratschtisch.

[152] Die Eingeborenen werden für ihre Verbrechen vor eine Jury gebracht, welche aus einigen Häuptlingen besteht, deren Vorsitzender ein europäischer Rechtsgelehrter ist.

[153] Diese sollte nach der javanischen Tradition jede 100 Jahre verlegt werden; da aber die holländische Regierung nicht geneigt war, auch ein neues Fort, Residentenhaus, Post und Telegraphenamt u. s. w. zu schaffen, gelang es ihr, in beiden Sultanstädten (Solo und Djocja) die Befolgung dieses Gebrauches in diesem Jahrhundert zu hintertreiben: In diesem Falle hätte weder die arabische, noch die jetzt allgemein übliche mohamedanisch-javanische Zeitrechnung den Zeitpunkt der Uebersiedlung angegeben, sondern man hätte 100 Jahre der „Saka“ genommen, d. h. der alten javanischen Zeitrechnung, welche mit dem Jahre 78 v. Chr. als 0 beginnt und genannt wird nach dem Fürsten Adji Saka von Deckau, welcher sie auf Java eingeführt hat; sie hatte rein lunare Monate und hat sich am längsten auf der Insel Bali erhalten.

[154] Im Jahre 1893 bestand die „Kofficultur“ der Regierung entre autre:

in der Provinz Bantam in 216 Dessas = Dörfer mit 12262 Familien,
Krawang  18  1446
Preanger 618 71621
Cheribon 147 14826
Tegál 154 17793
Samarang 460 35626
Surabaya  98  3566
Kedú 297 13136
Banjumas 264 16400
Bageléen  85  6021

Im Ganzen beschäftigten sich 320539 Familien in 3944 Dessas mit dem Bau des Kaffees und lieferten ihn an die Regierung. Diese exportirte in demselben Jahre 13444827 Kilo im Werthe von 12772586 fl., während der Gesammtexport des Kaffees, d. h. incl. dem der Privatunternehmungen, 25361000 Kilo im Werthe von 24855930 fl. betrug. Im Quinquennium 1889–1893 wurden 41822000, 25169000, 38758000, 41058000 und 25361000 Kilo aus Indien exportirt.

[155] Vom strategischen Standpunkte aus ist diese Linie selbst unentbehrlich zu nennen.

[156] Magelang besitzt ein chinesisches, mohamedanisches und katholisches Gotteshaus, aber keine protestantische Kirche! Die „ambonesischen Soldaten“ hatten zwar eine kleine Kirche auf dem „grossen Weg“; für die übrigen Protestanten hielt jedoch der „Domine“, welcher in Djocja seinen Standplatz hatte, hin und wieder Gottesdienst, und zwar in einem alten, verfallenen Turnsaal der Schule für Häuptlings-Söhne, in welchem auch ein Dilettantenverein seine Bühne für die „Thalia“ errichtete!!

[157] Das holländische plaatsen = anstellen.