Und diesmal hat der Ochse gar
Mit Bären einen Bund geschlossen -
Du fällst; doch tröste dich, Magyar,
Wir Andre haben schlimmre Schmach genossen.
Anständige Bestien sind es doch,
Die ganz honett dich überwunden;
Doch wir geraten in das Joch
Von Wölfen, Schweinen und gemeinen Hunden.
Das heult und bellt und grunzt -ich kann
Ertragen kaum den Duft der Sieger.
Doch still, Poet, das greift dich an -
Du bist so krank, und schweigen wäre klüger.
XVII. Böses Geträume
Im Traume war ich wieder jung und munter -
Es war das Landhaus hoch am Bergesrand,
Wettlaufend lief ich dort den Pfad hinunter,
Wettlaufend mit Ottiljen Hand in Hand.
Wie das Persönchen fein formiert! Die süßen
Meergrünen Augen zwinkern nixenhaft.
Sie steht so fest auf ihren kleinen Füßen,
Ein Bild von Zierlichkeit, vereint mit Kraft.
Der Ton der Stimme ist so treu und innig,
Man glaubt zu schaun bis in der Seele Grund;
Und alles was sie spricht ist klug und sinnig;
Wie eine Rosenknospe ist der Mund.
Es ist nicht Liebesweh, was mich beschleichet,
Ich schwärme nicht, ich bleibe bei Verstand; -
Doch wunderbar ihr Wesen mich erweichet,
Und heimlich bebend küß ich ihre Hand.
Ich glaub, am Ende brach ich eine Lilje,
Die gab ich ihr und sprach ganz laut dabei:
Heirate mich und sei mein Weib, Ottilje,
Damit ich fromm wie du und glücklich sei.
Was sie zur Antwort gab, das weiß ich nimmer,
Denn ich erwachte jählings - und ich war
Wieder ein Kranker, der im Krankenzimmer
Trostlos daniederliegt seit manchem Jahr. - -