„An die Mischung bin ich leider gewöhnt“, erklärte er.
„Es ist nur, damit ihr seht, wir können auch das.“
Diederich setzte sich polternd wieder hin. „Sie sind doch nur ein Komödiant“, sagte er entrüstet.
„Finden Sie?“ fragte Buck und glänzte noch heller. Guste rümpfte die Nase. „Na dann amüsiert euch weiter“, äußerte sie und wollte gehen. Aber der Landgerichtsrat Fritzsche war da, er verbeugte sich vor ihr und auch vor Buck. Ob der Herr Rechtsanwalt gestatte, daß er mit dem Fräulein Braut den Kotillon tanze. Er sprach äußerst höflich, beschwichtigend gewissermaßen. Buck antwortete nicht, er faltete die Brauen. Guste indessen hatte schon Fritzsches Arm genommen.
Buck sah ihnen nach, eine Falte zwischen den Brauen, selbstvergessen. „Ja ja,“ dachte Diederich, „erfreulich ist es nicht, wenn man einem Herrn begegnet, der mit Ihrer Schwester, mein Bester, eine Vergnügungsreise gemacht hat, und dann holt er einem die Braut vom Tisch weg, und du kannst nichts machen, weil sonst der Skandal noch größer wird, weil nämlich unsere Verlobung selbst schon ein Skandal ist ...“
Aufschreckend sagte Buck: „Wissen Sie, daß ich erst jetzt rechte Lust bekomme, Fräulein Daimchen zu ehelichen? [pg 339]Ich hielt die Sache für – nicht sehr sensationell; aber die Einwohner von Netzig machen geradezu eine Pikanterie daraus.“
Diederich war starr über diese Wirkung. „Wenn Sie finden“, brachte er hervor.
„Warum nicht? Sie und ich, wir beiden Gegenpole, führen doch hier die vorgeschrittenen Tendenzen der moralfreien Epoche ein. Wir machen Betrieb. Der Geist der Zeit geht hier noch in Filzschuhen über die Straße.“
„Wir werden ihm Sporen anlegen“, verhieß Diederich.
„Prost!“