Da beugte Färber sein Gesicht bis in seine Hände.
„Ich selbst könnte so daliegen“, murmelte er flehend.
Die kleine Liliane war nachgekommen. Sobald sie sah, blieb sie stehen und schrie, schrie. Rosa nahm sie beim Arm, dann holte sie Färber. „Noch nicht“, bat er und sank auf einen Baumstumpf. Da war er, jenseits eines letzten Schleiers, der gnädig noch beschönigt hatte was ist, allein mit seiner Wirklichkeit: daß wir vergeblich Unrecht üben, zur eigenen Qual einander Feinde sein und unbekannt jeder jedem, uns töten müssen.
„Was hätte ich tun sollen“, fragte er hilflos. Rosa umarmte seinen Kopf.
„Armer Vater!“
Und seine Hand, die sich trostlos öffnete, ward unversehens liebkost von der ahnungsvollen der kleinen Liliane.
Er stand auf. Er sah noch einmal zu dem jungen Gesicht des Toten hin, — und ihm ins Gesicht, als wären nicht zwischen ihnen das Leben und der Tod, beide mit ihren Verboten, ins Gesicht ihm sagte er:
„Mein Sohn!“