„Nicht mein Großvater, du selbst lügst.“

Der Generaldirektor lachte plötzlich auf; seine Frau fürchtete schon, ihm sei etwas zugestoßen. Er zuckte aber die Achseln.

„Ich soll beweisen, meinen Exzellenz? Ich? Um Vergebung, der alte Herr da in seinem werten Grab soll beweisen, was er behauptet. Lügt er nicht, dann muß er in seinen hinterlassenen Papieren das Schriftstück haben, worin mein hochverehrter Herr Vater sich zu dem Gellertschen Gelde bekennt.“

Sieghaft sah er umher, auf Balrich stoßend aber erschrak er. Balrich sagte hart, mit Richterstimme:

„Das Schriftstück ist da, ich habe es.“

Bewegung. Der General wiederholte: „Er hat es;“ und seine Miene forderte den reichen Mann auf, sich zu verantworten. Der aber behielt den Mund offen, und es schien, er schwankte . . . Diederich Heßling erkannte viel in diesem Augenblick. Sein Schwager Buck, nur er hatte die alte Handschrift seines hochseligen Herrn Vaters dem Proletarier ausgeliefert, — der nun dastand und forderte. Der General aber, deutlich genug, findet mich zu reich, zu mächtig, und mit Vergnügen sieht er den bedroht, bei dem er schmarotzt hat. Die Menschen bereiten selbst dem Besitzenden, der sie kennen sollte, immer neue Enttäuschungen, es sei denn, er begebe sich jedes Idealismus . . .

Er blitzte dorthin, wo sein Schwager weich und ergeben das Weitere erwartete. „Wir rechnen ab!“ blitzte er, und wendete sich fort um zu schnaufen, sonst konnte bei Gott ein Unglück geschehen. Fassung! Kraft gesammelt für den Kampf, den sie mir aufzwingen! Sie greifen an meine Wurzeln, es geht um mein Dasein, sie sollen mich kennen lernen!

So gefestigt, zeigte er wieder sein Gesicht; den Arbeiter traf es zuerst.

„Sie da! Kommen Sie weiter! Ehre, wem Ehre gebührt.“

Am äußersten Rande der Terrasse sagte er zu Balrich, halblaut und gemessen: