„Der Buck, der Klinkorum, alle die Herren wollen es dem Heßling anstreichen. Stelle dich nicht dumm, die sind es, die machen dich zum Advokaten. Ist aber der alte Gellert tot und sein Recht verfallen, wozu noch der Advokat.“
Balrich ergab sich; ja, er wußte es, hätte er es noch niemals sich eingestanden. Gebrochen wich er gegen die Tür zurück, — sie sprang weit auf im Sturm, Herbesdörfer und Polster kamen, sie wollten den Balrich hier überraschen. Schon hatten sie draußen gehört von einem Krach im Hause Dinkl, die Kinder draußen schwatzten.
„Und Dinkl!“ jammerte Malli, in neuem Entsetzen. „Wenn er draufkommt, erschlägt er mich.“
Sie wollte sich anvertrauen und Trost suchen bei den Gästen; aber Gellert, wieder ganz auf der Höhe, warf sie hinaus.
Sogleich fragte Herbesdörfer: „Was wird jetzt?“
Balrich, die Hände in den Taschen, lehnte neben der Tür. Er fragte schlaff: „Womit?“
Herbesdörfer, aufschnellend: „Mit uns! Mit unserem Recht!“
Balrich betrachtete ihn von unten. Polster indes, stattlich und gefestigt wie er dastand, erwiderte:
„Was, Recht. Die Menschen sind was sie sind, und wie einer sich bettet, liegt er.“
Höhnisch sagte Balrich: „Sehr richtig,“ und dachte an die Polster. Herbesdörfer hielt sich allein an Balrich. Hinter seinen runden Brillen stierte er fanatisch. „Du mußt handeln! Alle fallen ab. Sie wissen es schon wieder nicht anders, als daß ein Elend sein muß. Wozu hattest du sie aufgebracht!“