„Wohin laufen Sie denn?“ kehrte er um. Sie waren schon vor Villa Höhe. Ein dunkler Gartenweg. „Halten Sie sich an mich,“ sagte Buck. „Ich gebe lieber nicht das Zeichen, Licht zu machen. Wir kommen ohne Licht besser aus.“

Er führte ihn um das Haus, an vielen dunklen Fenstern vorbei. Als es hell ward, stand Balrich in einem weiten, seidenen Raum, goldgelb mit hellen Bildern. Buck verschwand nebenan, dort war es rotgolden und voll von Büchern. Sogleich kehrte er zurück.

„Da!“ — er reichte den Brief hin. „Überzeugen Sie sich!“

Indes Balrich das alte Papier hervorzog, entfaltete, prüfte, — sprach Buck in Ruhe weiter und holte dabei eine Kiste Zigarren.

„Daß er nicht mit verbrannt ist, dürfen Sie nicht für Zufall halten. Den ganzen Aktennachlaß meines Vaters habe ich gesichtet und dies zurückbehalten. Ihr Onkel war verschollen oder tot. Aber Sie, dachte ich, sein Erbe, müßten doch einmal auftreten . . . Was haben Sie denn?“ fragte er; denn Balrich hatte eine hochgerötete Stirn, und mit wilden Blicken über die Pracht der Räume hin, stieß er ein irres Gelächter aus.

„Das gehört mir,“ sagte er. Buck ließ sich langsam in einen Sessel.

„Sie übertreiben. Der Prozeß wird Sie erstens viel Geld kosten.“

Balrich zog die Brauen zusammen, daß die Augen darunter wie ein schwarzes Band aussahen. Er war tief erblaßt, er kämpfte mit der Versuchung, über den Menschen herzufallen.

„Das beste ist entschieden,“ sagte Buck, „Sie nehmen ein Glas von diesem hier.“ Er goß Likör ein. „Und auch eine Zigarre;“ — wobei er unter Balrich einen Sessel schob.

„Ich will nicht,“ sagte der Arbeiter. „Sie sind mein Feind.“