„Wenn das Bürgertum dies weiß, was für ein Verbrecher ist dann Heßling!“
Buck wiegte den Kopf.
„Nur sehr beschwerlich denkt man gegen das eigene Interesse,“ sagte er. Der Arbeiter sagte bescheidener: „Ich kann Sie noch nicht verstehen. Vielleicht meinen Sie mich, aber Sie können auch die Herren dort drüben meinen.“
Er wies hinüber. Vor der Villa Klinkorum ergingen sich, den Rücken hergewendet, aber mit Gebärden, der Professor samt Zillich und dem Doktor Heuteufel. Sogleich gab Buck den Arm Balrichs frei und ließ den Arbeiter hinter sich. Balrich, erbittert, als sei er verraten, blieb stehen und wollte kehrt machen. Inzwischen aber erblickten ihn die drei Herren.
„Da ist er!“ rief Klinkorum. „Herbei, junger Mann! Verhandelt wird Ihre Sache. Wollen Sie weiter hinanklimmen die Leiter der Eingeweihten, oder mit einem hörbaren Ruck wieder zurückfallen in Ihr ehemaliges Nichts?“
Buck bemerkte, zufolge dieser gesteigerten Ausdrucksweise müsse etwas Erhebliches vorgefallen sein. Statt Klinkorums, dem im Augenblick die Sprache versagte, bestätigte Heuteufel dies im vollen Umfang. Vorgefallen war erstens, daß der Bau des geplanten dritten Arbeiterwohnhauses C, hinter der Villa des Professors und sie vollends umklammernd, jetzt wirklich begann; — und zum zweiten war an Klinkorum, dieses Opfer des Großkapitals, die Verwaltung von Gausenfeld herangetreten mit dem Ansinnen —
„Mit dem unerhörten Ansinnen!“ warf Klinkorum ein.
— abzulassen von dem Mittelschulunterricht, den er einem Arbeiter des Werkes erteile. Dies war vorgefallen. „Genügt es?“ fragte Heuteufel, indes der Konsistorialrat nur pfiff. Buck bedauerte den Professor.
„Gerade von diesem Schüler versprachen Sie sich das Beste.“
Klinkorum zögerte; aber dies war der Augenblick nicht, Rücksichten zu verschwenden. „Das fällt mir nicht ein,“ schnob Klinkorum. „Er ist ein schwerfälliger Kopf. Durch unbegründeten Dünkel erschwert er dem Lehrer die Aufgabe;“ — wobei er gegen Balrich den Finger erhob. „Aber!“