„Dort können sie ernähren, wen sie lieben.“
Da die Sonne fort war, der Wind kälter blies und es anfing zu regnen, standen sie auf. Thilde wollte umkehren, Balrich aber strebte der Fabrik zu. Er wisse eine Unterkunft beim Regen. Auch Thilde sah sie wohl, es waren die Waggons, die von der Fabrik zum Bahnhof fuhren. Dort hielten sie, einer mit offener Tür. Das Mädchen sträubte sich, hineinzusteigen.
„Weil die Lumpen darin so schlecht riechen?“ fragte er. Sie antwortete:
„Was soll mir das machen. Ich stehe mein ganzes Leben in einem Lumpensaal.“
Und sie ließ sich hineinhelfen.
„Es ist doch trocken hier auf den Lumpen,“ sagte er.
„Und sogar warm,“ flüsterte sie und überließ sich seinen begehrlichen Händen.
Da sie an seine Brust gedrängt im Dunkeln nach seinen Augen suchte, schloß er sie, allein mit seinen Gedanken. Dies war das Beste was wir hatten — und machte doch alles nur schlimmer. Die Liebe war eingesetzt, damit es mehr Proletarier gebe. „Für Heßling arbeiten wir, selbst hier, — und freilich auch für unsere Führer. Heßling und unsere Führer sind darin einig, daß wir nicht zahlreich genug sein können. Denn beide brauchen sie Menschenmaterial.“
Das Mädchen sagte:
„Dies haben wir doch. Dies nimmt uns keiner. Küß’ mich, du Lieber!“