Er hielt die Hände ungeschickt vor sich hin, hastete gebückt und war äußerst bleich.
„Der arme junge Mensch!“ sagten die Damen.
„Die Kanaille!“ dachte er. „Sie weiß nicht, was für eine Stunde sie mir bereitet hat. Sie treiben ihren Unfug eine Stunde lang, — indes ich hinter einer dunklen Kulisse stehe und leide wie ein Tier. Dann lassen sie mich kommen, indem sie pfeifen . . .“
Er kletterte auf seinen Drehbock, klopfte mit dem Stock auf und sah, an den Spitzen seines Kinnbartes reißend, im Orchester von einem zum andern.
„Nonoggi, man spricht nicht mehr, wenn ich da bin! . . . Herr Zampieri, geben Sie Obacht auf ihre Quinten!“
„Er wird sich vergreifen, wie gewöhnlich“, dachte der Kapellmeister. „Alle denken an etwas anderes, diese Aufführung ist unmöglich, warum lege ich den Stab nicht hin und gehe. Wenn man dieses Publikum ansieht —“
Er mußte sich nach ihm umwenden.
„— für wen hat dann der Maestro Viviani seine Oper geschrieben? Wir sind wenige, und wir sollten in der Einsamkeit leben. Kein Volk ist, das uns hört . . . Alfò!“ flüsterte er wild, „wenn du deine Pauke nicht ruhig hältst, weiß ich nicht, was ich tue!“
Ganz sanft fügte er hinzu:
„Lieber Mandolini, ich empfehle mich Ihnen.“