„Es sind Künstler!“ rief der Apotheker. „Sie hinterlassen uns eine Erinnerung an die Ideale.“
„Und Schulden,“ sagte der Gemeindesekretär, „— die ich übrigens vorausgesagt habe. Aber wer vor Verschwendung warnt, ist ein Gegner des Fortschritts, und wer die Entsittlichung nicht wünscht, ein Klerikaler.“
„Ein Dieb ist der Tenor!“ stieß plötzlich der schöne Alfò aus, der um den Tisch strich. „Will der Leutnant ihn nicht einsperren, dann bringe ich ihn um“; — und er knirschte mit entblößtem Gebiß. Savezzo legte einen schweren Blick auf ihn; der schöne Alfò wich darunter ins Café zurück, und Savezzo folgte ihm. Im Gehen erklärte er:
„Der Gennari bezahlt niemals sein Frühstück, — da er ja alles zum Parfümeur und zum Schneider trägt.“
„Welche Lebensweise!“ sagte Mancafede. „Aber alle sind jetzt verrückt. An dem Fest, das der Severino Salvatori den Komödianten gegeben hat, verdient der Malandrini wenigstens zweihundertfünfzig Lire. Der Salvatori ist auf dem Wege, sich zu ruinieren.“
„Und sein Dämon ist der Advokat“, sagte Camuzzi. „Man würde glauben, daß dieser Mann nichts anderes sinnt, als wie er mit der eigenen Person, die Ausschweifungen aufreiben, zugleich die Stadt zerstören könne.“
„Der Advokat!“ rief Acquistapace. „Er ist tapfer und hat große Gedanken. Wenn wir einst das neue Theater, das öffentliche Schlachthaus, die Eisfabrik und das Militär in Sommergarnison haben werden, dann werden wir auf dem Platz, der nach seinem Plan schön viereckig reguliert und ringsum mit Arkaden versehen sein wird, ein Standbild des Ferruccio Belotti errichten, des größten Bürgers der Stadt!“
Polli kratzte sich den Kopf.
„Alle diese schönen Dinge wären noch schöner, wenn es nicht so viele wären.“
„Um Fremde herzuziehen,“ bemerkte der Herr Giocondi, „hat der Advokat die Gemeinde vierhundert Lire ausgeben lassen. Man muß sagen, daß der einzige Engländer, der beim Malandrini wohnt, uns etwas zuviel kostet.“