„Wie, Reverendo? Ihr seid da, und inzwischen verbrennt mir das Essen? was für Dinge treibt Ihr eigentlich jetzt?“
Vor diesem tauben, argwöhnischen Gesicht sich verstecken dürfen!
„Ich habe nichts, Ermenegilda, bring nur das Essen.“
Sie blieb murrend vor dem Tisch stehen, ob er auch esse. Er tat es mit verhaltenem Geschmack; wenn die Würze des Gerichtes durchdrang, hielt er erschrocken ein. „Der elende Kitzel!“
„Schmeckt es Euch nicht?“ fragte die Alte. „Ist Euch übel?“
Er nickte mehrmals, mit geschlossenen Augen, und flüchtete ins Schlafzimmer. Vor dem Bilde des heiligen Aloisius warf er sich nieder. Nach einer Weile hob er lauschend den Kopf; mit einem Lächeln der Erlösung reckte er die gefalteten Hände hinauf. Plötzlich zog er sie zurück, erstarrt. „O mein Gott! Ich glaubte, du ließest in meinem armen Kopf, um mich zu retten, den Gesang deiner Engel entstehen; nun aber wars das Gebet der Tonietta. Vor dem Schutzpatron der Reinheit liege ich in einer letzten Anstrengung, — und was ich finde, ist Lästerung! Ich bin verloren!“
Er schrie auf:
„Ich bin verloren!“
„Ihr habt geklopft?“ fragte die Alte. „Madonna! was tut Ihr, Ihr habt den Waschtisch umgeworfen.“
Während sie den Boden trocknete: