Die Soldaten wurden vorwärts gestoßen. Da trat ihnen der Advokat Belotti entgegen und griff an seine rote Mütze.
„Meine Herren, einen Moment! Meine Damen, Sie begehen einen Irrtum!“
Er stellte seine Hand beschwörend gegen alle diese heulenden und pfeifenden Köpfe, diese zum Sturm vorgeworfenen Leiber.
„Ich tue meine Pflicht, o meine Damen, und leiste Ihnen einen Dienst —“
„Schweige! Du und deine Partei auf die Galeere!“ — und dazu pfiff es.
„— da ich Sie davor bewahre, ein Unrecht zu begehen. Denn dieser junge Mann ist unschuldig: glauben Sie mir, unschuldig. Ich kenne sein Leben, und ich weiß, welches Geschäft er vor dem Tor hatte . . . Soll ich es ihnen sagen?“ raunte er Nello zu.
„Nein.“
„Sie sind in ernster Gefahr. Sie haben sich dem Volk verdächtig gemacht.“
„Um Gottes willen, schweigen Sie!“
„Sie sind ein tapferer junger Mann . . . Ich darf Ihnen nichts weiter sagen, meine Damen,“ keuchte er angestrengt, „als daß dieser hier unschuldig ist. Denken Sie denn nicht mehr an die Stimme, mit der er Sie so oft gerührt hat? Solche Stimme lügt nicht. Ich, der Advokat Belotti —“