„Ich sehe dich verloren, Freund.“

Nello senkte die Stirn.

„Vielleicht bin ichs. Trotzdem, Virginio“ — und er drückte die Hand des Freundes, „kann ich dir nicht folgen. Ich folge nur meinem Schicksal, und es heißt Alba. Oh! nie mehr wird es anders heißen . . . Du weißt nicht —“

Mit heißeren Händedrücken, voll hastigen Glückes:

„Dies war die letzte Nacht ohne sie: in wenig Stunden sind wir vereint für immer. Wenn ihr anderen die Stadt verlassen habt, — ich verziehe noch, ich verstecke mich. Werden nicht viele euch begleiten, wird nicht die Stadt in Verwirrung sein? Dann enteile ich zu ihr, der Wagen steht bereit hinter der Hecke, sie wartet darin, sie winkt: ich komme, ich komme: und, o Virginio! wir leben trotz allem nicht umsonst: ich habe sie neben mir, sie ist bei mir, wohin immer das Leben uns führt . . . Und wenn es —“

Er warf den Kopf zurück, breitete leicht die Hand hin und lächelte rein.

„— wenn es selbst zum Tod führt, mit ihr!“

Eine Pause; das Klatschen und Gelächter der Menge.

„So willst du nicht fliehen?“ fragte Gaddi nochmals. Auch Nello lachte auf und schlug in die Hände.

„Du bist gut! Fliehen, — wenn ich doch im Schutz meiner Heiligen stehe. Frau Camuzzi mag die Ratschläge der Hölle selbst haben: was kann sie gegen Alba!“