„Ihr habt den Zorn des Volkes verdient. Ihr habt dem Advokaten die Stange gehalten, dafür müßt ihr nun büßen, in der Politik und in den Geschäften. Adieu, ich gehe dem Volk zu sagen, daß ihr euren Untergang vorauswißt und ihn fürchtet.“
Er stand auf, aber die Herren Salvatori und Polli legten sich auf seine Arme.
„Ein Wort, Savezzo! Verständigen wir uns! Was kostet es Sie, ein Wort anzuhören. Der Advokat hat uns betrogen, er hat uns gedroht, durch Schrecken hat er uns gezwungen, das Geld des Volkes zu verschwenden und mit Don Taddeo und dem Mittelstand in Krieg zu leben.“
„Wie oft“, — und der Leutnant legte die Hand aufs Herz, „haben wir untereinander dem Advokaten geflucht!“
„Wäre nicht der Advokat gewesen,“ rief der Gevatter Achille, „niemand hätte uns gehindert, die öffentliche Sache in Ihre Hand zu legen, Herr Savezzo.“
Und alle durcheinander:
„Wer hat gegen Sie intrigiert? Wer hat Ihnen den Advokatentitel genommen und Sie bei den Gemeindewahlen von der Liste gestrichen? Etwa ich? Etwa ich? . . . Aber ich bin es, der Sie auf die Liste setzen wird . . . Ich vielmehr, ich, denn ich habe im stillen die Sympathien des Advokaten untergraben . . . Hören Sie mich, ich habe mehr getan!“ — und der Kaufmann Mancafede zeigte, über den Tisch gereckt, seine blanken, flehenden Augen. „Ich bin heimlich beim Bürgermeister gewesen. Ich habe ihn gebeten, er solle Sie in den Gemeinderat bringen, er solle, wenn denn sein Alter ihn zum Rücktritt nötige, nicht den Advokaten zu seinem Nachfolger machen, sondern den Herrn Savezzo, unsern großen Mann.“
„Unsern Staatsmann, den Retter der Stadt!“ rief der Herr Salvatori und schwang anfeuernd den Arm.
„Einen Künstler,“ setzte der Gevatter Achille hinzu, „der so gut auf dem Bleistift bläst!“
„Ah!“ machten alle, — indes der Savezzo dastand und heftig auf seine Nase schielte.