„Er wird nicht zahlen“, meinte zögernd der Herr Salvatori.
„Wenn er mir doch die Papiere schon in die Hand schieben wollte. Ich hatte Mühe, ihm begreiflich zu machen, daß zuerst die Gesellschaft sich entscheiden müsse, ob und unter welcher Form sie seine zwanzigtausend Lire annehmen will. Denn das ist alles, was er hat.“
Der Savezzo tat, die Arme verschränkt, einen Schritt gegen den Herrn Giocondi:
„Was Sie sagen, ist nicht wahr! Sie wollen das Volk betrügen! Hierher!“ rief er über den Platz, „da ist ein Spion des Advokaten!“
Der Barbier Nonoggi lief schon herbei. Dahinten setzte das ganze Café „zum heiligen Agapitus“ sich in Bewegung. Aber der Herr Giocondi polterte, rot vor Entrüstung:
„Ich ein Spion? Ein Inspektor der ‚Gegenseitigen‘ bin ich, und wenn mir jemand anbietet, er wolle für die Gesellschaft zahlen, dann weiß ich, was ich zu tun habe.“
„Er weiß, was er zu tun hat!“ brüllte der Apotheker, „und der Advokat bleibt ein großer Mann!“
„Und warum will er zahlen?“ fragte der Barbier. Der Bäcker Crepalini, an der Spitze des murrenden Haufens, wiederholte gebieterisch:
„Und warum will er zahlen?“
„Ah das —“ und der Herr Giocondi zog Brauen, Schultern und Arme hoch, „das ist ein anderes Paar Ärmel. Er stand vom Betstuhl auf, wie ich kam, und kaum daß er sich auf den Beinen hielt. Wird Besuch gehabt haben von den anderen Heiligen. Wie soll ich das wissen, ich bin ein Inspektor der ‚Gegenseitigen‘.“