»Aber sie,« sagte die Künstlerin Fröhlich, und zuckte unschuldig die Achseln, »sie wollte ja immer wissen, Sie würden wohl wiederkommen ... Na, also doch!«

Der Artist gab in dem Winkel, wo er sich umkleidete, unförmliche Laute von sich. Seine Frau machte Zeichen, die ihn beschwichtigen sollten.

»Wer sagt mir aber,« fuhr die Künstlerin Fröhlich fort, »daß Sie überhaupt wegen meiner kommen ... Sie helfen mir ja nich mal aus meinem Paletot 'raus ... Vielleicht kommen Sie nur wegen den ekligen Bengels, aus die Sie Wurst machen wollen?«

Und Unrat, errötend, nach Hilfe suchend:

»In erster Linie – eigentlich nun wohl zwar – – ursprünglich ...«

Sie bewegte schmerzlich den Kopf.

Die dicke Frau erhob sich vom Toilettentisch, um ihnen beizustehen. Sie zog eine ausgeschnittene rote Bluse an. Sie war gerüstet und hatte ihren glänzenden Teint von gestern zurück.

»Warum helfen Sie dem Fräulein denn nicht aus ihrem Paletot raus,« sagte sie. »Is das 'ne Art und Weise, wenn 'ne Dame Sie um was bittet?«

Unrat begann an einem ihrer Ärmel zu zerren. Der ließ nicht los, und die Künstlerin Fröhlich taumelte in Unrats Arme; worauf er ratlos innehielt.

»So müssen Sie es machen,« – und die dicke Frau unterwies ihn. Ihr Gatte trat lautlos dazwischen, schon in Trikots, mit einem schlangenhaften Fleischwulst von einer Hüfte zur andern, und einer behaarten Warze am Hals. Er hielt ein ganz kleines Zeitungsblatt Unrat vor die Augen.