„Ihr habt alle fahlgrüne Gesichter,“ sagte Botta.
„Die Fahrt zur Unterwelt!“ sagte Cavà.
Mai klagte, sie werde sich erkälten. Da wichen die Laubmauern zurück; und unbewegt, dreieckig, und voll abgründiger Schatten, öffnete sich der See. Das Haus drüben im letzten Licht sah, über sein Spiegelbild hinweg, weiß und sehnsüchtig her, wie eine Gefangene, deren Kleid im Wasser schleppte.
„Ich kann nicht glauben, daß sie fort ist,“ sagte Botta, durchdrungen, indes er die Tür aufschloß.
„Olimpia!“ rief Cavà, unter ein Sofa und schlug sich dabei lockend aufs Knie.
„Zeige uns die Küche!“ verlangte Deneris. „Die gnädige Frau will die Güte haben, uns eine süße Speise zu bereiten.“
Er sah, die Hand am Herzen, in Mais schmollendes Gesicht.
Dann kehrte Botta mit Lola vor eine noch verschlossene Tür zurück. Er sperrte auf.
„Das Schlafzimmer!“ — und er seufzte, aus fetter Brust. Lola lächelte trübselig. Sie gingen hindurch, traten auf den Balkon und lehnten sich über das Wasser. Botta seufzte nochmals: „Wie oft habe ich hier mit ihr gebadet!“ — und er spuckte hinab. Aus jener Bucht kam mit Nutinis Geklimper Cavàs frische Stimme gesprungen.
„Da nun Succi bewiesen hat, daß man ohne Essen leben kann, liebe Nina, will ich dich heiraten: dann können wir zusammen fasten.“