Sobald man sie nicht mehr sehen konnte, machte sie sich los.

„Gekränkt?“ fragte er, mit ironischer Zärtlichkeit. „Ich habe dich angeschrien: ich weiß, es ist infam. Aber was willst du, du warst im Begriff, mir das Geschäft zu verderben. Jetzt hast du gesehen, wie man die Leute nehmen muß. Also komm, sei lieb!“

Bei seiner Berührung fuhr sie auf:

„Laß mich!“

Er pfiff durch die Zähne. Kurze Zeit hielt er ihren Arm gepackt, der sich wand; dann ließ er ihn mit einem kleinen Ruck fahren und ging weiter. Lola atmete kürzer vor Wut. Der Weg zwischen den Hecken war lang und schwül. Er deuchte einem dunkel; und jenseits der Himmel blendete mit seinem dick und glatt aufgetragenen Gold. Sie gerieten in den Staub und das Getrappel einer Schafherde. Das kindliche Geplärr der Lämmer, der gute, friedliche Geruch all dieser langwolligen Leiber feuchtete Lolas Augen. Rasch gab sie ihren Arm hin; und sehr sanft:

„Lieber, diese Leute sind arm.“

„Teufel, auch wir brauchen Geld.“

„Die kleine Summe, die sie uns schulden, nützt uns wenig.“

„Wenn wir das bei jedem Schuldner sagen wollen —. Außerdem lügen sie.“

„Aber sie bezahlen mit ihrer Gesundheit.“