Da, ein Rachen, der ein einziges Mal zuschnappte, schlang Stille alles hinab. Man hatte verloren, wo man war, man hatte den Atem verloren, mußte sich herauskämpfen . . . „Was habe ich getan? Mein Gott, er hat mich verstanden!“ Er sprach, und seine Stimme machte ihr kalt und heiß. „Allein, mit ihm allein im leeren Haus. Ganz ihm überantwortet. Wenn er jetzt zugreift, ist es der Tod. Er weiß, daß er’s darf: wie soll ich noch leben!“
Dabei wand sie sich unter den weichen Griffen seiner Stimme, die den Nachhall jener Musik beschwor, ihn aus der Stille zurückbannte.
„Ich bin so glücklich, mich einmal ganz allein mit dir zu finden. Du bist schöner als je, ich liebe dich mehr als je. Hast du gehört, wie viel Liebe in dieser Musik? Für uns, du Engel, für uns! Komm, ich will dir Dinge sagen —“
Sie sprang auf; ihr Stuhl fiel um.
„Ich habe Beängstigungen, laß mich fort, ich werde wieder krank, schon wieder. O, wohin?“
Er folgte ihr bis in ihr Zimmer; er entwand ihr den Türgriff.
„Wozu, wozu. Sei endlich ehrlich! Du liebst mich. Und ich liebe dich.“
Sie riß sich los, sie flüchtete hinter das Bett.
„Was willst du? Ich kenne dich nicht! Sind wir nicht fertig?“
„Es scheint nicht. Und du entsinnst dich wohl noch meiner.“