„Gehen Sie in den Salon, bitte. Ich komme gleich.“

Sie machte einige zornige Schritte.

„Warum muß ich auch grübeln! Jedesmal, wenn ich gegrübelt habe, bin ich schwach und gebe ihm dann Anlaß, sich einzubilden, was doch nicht wahr ist . . . O, heute abend soll er keinen Vorteil davontragen!“

Sie hatte sich beruhigt und ging hinüber. Mit offenem Lächeln begrüßte sie den Besucher.

„Gnädiges Fräulein — da ist alles;“ und er zeigte nach dem Paket auf dem Klavier. „Der Bote ist gleich mit mir gekommen.“

„Ist alles darin . . . und wird es mir passen?“

Anstatt nach dem Paket zu sehen, betrachtete sie, und ihr Lächeln ward wider ihren Willen noch glücklicher, sein schönes, groß gemeißeltes, fast bartloses Gesicht, in dem die Brauen sich berührten. Auch er gebrauchte seine Worte nur als einen Vorwand, sie anzusehen.

„Ich bin überzeugt . . . Es sind genau die Maße, die Sie mir genannt haben.“

Sie bewegte leise, wie verwundert, ihren lächelnden Kopf. Endlich, sich losreißend:

„Es ist gut.“