Käthchen. Himmel! Der Graf!
(Sie setzt sich den Hut auf, und rückt sich das Tuch zurecht.)
Der Graf vom Strahl.
Was tu ich jetzt? Was laß ich?
(Pause.)
Käthchen (fällt auf ihre beiden Kniee nieder). Mein hoher Herr, hier lieg ich dir zu Füßen, Gewärtig dessen, was du mir verhängst! An deines Schlosses Mauer fandst du mich, Trotz des Gebots, das du mir eingeschärft; Ich schwörs, es war ein Stündchen nur zu ruhn, Und jetzt will ich gleich wieder weiter gehn.
Der Graf vom Strahl. Weh mir! Mein Geist, von Wunderlicht geblendet, Schwankt an des Wahnsinns grausem Hang umher! Denn wie begreif ich die Verkündigung, Die mir noch silbern wiederklingt im Ohr, Daß sie die Tochter meines Kaisers sei?
Gottschalk (draußen). Käthchen! He, junge Maid!
Der Graf vom Strahl (erhebt sie rasch vom Boden).
Geschwind erhebe dich! Mach dir das Tuch zurecht! Wie siehst du aus?