Der Graf vom Strahl. Kathrina!
Käthchen (mit Affekt). Niemals, mein hochverehrter Herr, niemals.
Der Graf vom Strahl. Nun seht, bei meiner Treu, die Lügnerin!
Käthchen. Ich will nicht selig sein, ich will verderben, Wenn du mich je—!
Der Graf vom Strahl (mit dem Schein der Heftigkeit.)
Da schwört sie und verflucht Sich, die leichtfertge Dirne, noch und meint, Gott werd es ihrem jungen Blut vergeben! - Was ist geschehn, fünf Tag von hier, am Abend, In meinem Stall, als es schon dunkelte, Und ich den Gottschalk hieß, sich zu entfernen?
Käthchen. O! Jesus! Ich bedacht es nicht!—Im Stall zu Strahl, da hast du mich besucht.
Der Graf vom Strahl. Nun denn! Da ists heraus? Da hat sie nun Der Seelen Seligkeit sich weggeschworen! Im Stall zu Strahl, da hab ich sie besucht!
(Käthchen weint.) (Pause.)
Graf Otto. Ihr quält das Kind zu sehr.