Dritter Auftritt
Ritter Flammberg tritt auf. Die Vorigen.
Der Graf vom Strahl. Flammberg!—Was führt dich so eilig zu mir her?
Flammberg. Gnädigster Herr! Eurer Mutter, der Gräfin, Gebot; sie befahl mir den besten Renner zu nehmen, und Euch entgegen zu reiten!
Der Graf vom Strahl. Nun? Und was bringst du mir?
Flammberg. Krieg, bei meinem Eid, Krieg! Ein Aufgebot zu neuer
Fehde, warm, wie sie es eben von des Herolds Lippen empfangen hat.
Der Graf vom Strahl (betreten). Wessen?—Doch nicht des Burggrafen, mit dem ich eben den Frieden abschloß? (Er setzt sich den Helm auf.)
Flammberg. Des Rheingrafen, des Junkers vom Stein, der unten am weinumblühten Neckar seinen Sitz hat.
Der Graf vom Strahl. Des Rheingrafen!—Was hab ich mit dem
Rheingrafen zu schaffen, Flammberg?
Flammberg. Mein Seel! Was hattet Ihr mit dem Burggrafen zu schaffen? Und was wollte so mancher andere von Euch, ehe Ihr mit dem Burggrafen zu schaffen kriegtet? Wenn Ihr den kleinen griechischen Feuerfunken nicht austretet, der diese Kriege veranlaßt, so sollt Ihr noch das ganze Schwabengebirge wider Euch auflodern sehen, und die Alpen und den Hundsrück obenein.