Freiburg. Reißt sie hinweg, ihr Männer!

Georg (ihn zurückhaltend). Max! hör mich an.

Freiburg. Reißt sie hinweg, sag ich; laßt sie nicht reden!

Der Graf vom Strahl. Halt dort ihr Herrn! Was wollt ihr!

Freiburg. Was wir wollen? Mein Weib will ich, zum Henker!—Auf! ergreift sie!

Kunigunde. Dein Weib? Du Lügnerherz!

Der Graf vom Strahl (streng). Berühr sie nicht! Wenn du von dieser
Dame was verlangst, So sagst dus mir! Denn mir gehört sie jetzt,
Weil sie sich meinem Schutze anvertraut. (Er erhebt sie.)

Freiburg. Wer bist du, Übermütiger, daß du Dich zwischen zwei Vermählte drängst? Wer gibt Das Recht dir, mir die Gattin zu verweigern?

Kunigunde. Die Gattin? Bösewicht! Das bin ich nicht!

Der Graf vom Strahl. Und wer bist du, Nichtswürdiger, daß du Sie deine Gattin sagst, verfluchter Bube, Daß du sie dein nennst, geiler Mädchenräuber, Die Jungfrau, dir vom Teufel in der Hölle, Mit Knebeln und mit Banden angetraut?