Zudem bemerken wir, daß wenn 7) der Luftschifffahrer, aller dieser Hülfsmittel ungeachtet, Tage und Wochen lang auf den Wind, der ihm passend ist, warten müßte, derselbe sich mit dem Seefahrer zu trösten hätte, der auch Wochen, oft Monate lang, auf günstige Winde im Hafen harren muß: wenn er ihn aber gefunden hat, binnen wenigen Stunden damit weiter kommt, als wenn er sich, von Anfang herein, während der ganzen verlornen Zeit, zur Axe oder zu Pferde fortbewegt hätte.

Endlich selbst zugegeben 8) — was wir bei der Möglichkeit, auch selbst in der wolkigsten Nacht, den Polarstern, wenigstens auf Augenblicke, aufzufinden, keinesweges thun — dem Luftschiffer fehle es schlechthin an Mittel, sich in der Nacht im Luftraum zu orientiren: so halten wir den von dem unbekannten Hrn. R. berechneten Irrthum von 6 Meilen, auf einen Radius von 30 Meilen, für einen sehr mäßigen und erträglichen. Der Aëronaut würde immer noch, wenn x die Zeit ist, die er gebraucht haben würde, um den Radius zur Axe zurückzulegen, in x/5 den Radius und die Sehne zurücklegen können. Wenn er dies, gleichviel aus welchen Gründen, ohne seinen Ballon, nicht wollte, so würde er sich wieder mit dem Seefahrer trösten müssen, der auch oft, widriger Winde wegen, statt in den Hafen einzulaufen, auf der Rhede vor Anker gehen, oder gar in einen andern ganz entlegenen Hafen einlaufen muß, nach dem er gar nicht bei seiner Abreise gewollt hat.

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Was Hr. Garnerin betrift, so werden wir im Stande sein, in Kurzem bestimmtere Facta, als die im 13ten Abendblatt enthalten waren, zur Erwiderung auf die gemachten Einwürfe, beizubringen.

rm.

II. In Versen.

1. Eine Legende nach Hans Sachs.
Gleich und Ungleich.
(3. November.)

Der Herr, als er auf Erden noch einherging,

Kam mit Sanct Peter einst an einen Scheideweg,

Und fragte, unbekannt des Landes,