Prothoe. Wie!
Meroe.—Was sagte sie?
Prothoe.
Was siehst du, Fürstinn—?
Meroe. Worauf heftet sich—?
Prothoe.
Geliebte, sprich!
Penthesilea. Zu hoch, ich weiß, zu hoch—
Er spielt in ewig fernen Flammenkreisen
Mir um den sehnsuchtsvollen Busen hin.
Prothoe.
Wer, meine beste Königinn?
Penthesilea. Gut, gut. —Wo geht der Weg? (sie sammelt sich und steht auf)
Meroe. So willst du dich entschließen?
Prothoe.
So hebst du dich empor?—Nun, meine Fürstinn,
So sei's auch wie ein Riese! Sinke nicht,
Und wenn der ganze Orkus auf dich drückte!
Steh, stehe fest, wie das Gewölbe steht,
Weil seiner Blöcke jeder stürzen will!
Beut deine Scheitel, einem Schlußstein gleich,
Der Götter Blitzen dar, und rufe, trefft!
Und laß dich bis zum Fuß herab zerspalten,
Nicht aber wanke in dir selber mehr,
So lang ein Athem Mörtel und Gestein,
In dieser jungen Brust, zusammenhält.
Komm. Gieb mir deine Hand.