Prothoe. (heimlich zum Achilles)
Es ist Ulyß, beim Styx!
Die Deinen, heiß gedrängt von Meroe, weichen!
Achilles. (in den Bart murmelnd)
Daß sie zu Felsen starrten!
Penthesilea. Sagt! Was giebt's?
Achilles. (mit erzwungener Heiterkeit)
Du sollst den Gott der Erde mir gebähren!
Prometheus soll von seinem Sitz erstehn,
Und dem Geschlecht der Welt verkündigen:
Hier ward ein Mensch, so hab' ich ihn gewollt!
Doch nicht nach Temiscyra folg' ich dir,
Vielmehr du, nach der blüh'nden Phtya, mir:
Denn dort, wenn meines Volkes Krieg beschlossen,
Führ' ich dich jauchzend hin, und setze dich,
Ich Seeliger, auf meiner Väter Thron.
(Das Geräusch dauert fort)
Penthesilea.
Wie? Was? Kein Wort begreif' ich—
Die Frauen. (Unruhig) All' ihr Götter!
Prothoe.
Neridensohn! Willst du—?
Penthesilea. Was ist's? Was giebt's denn?
Achilles.
Nichts, nichts, erschrick nicht, meine Königinn,
Du siehst, es drängt die Zeit, wenn du nun hörst,
Was über dich der Götter Schaar verhängt.
Zwar durch die Macht der Liebe bin ich dein,
Und ewig diese Banden trag' ich fort;
Doch durch der Waffen Glück gehörst du mir;
Bist mir zu Füssen, Treffliche, gesunken,
Als wir im Kampf uns trafen, nicht ich dir.