Prothoe. (zitternd)
Der Sohn des Peleus, glaub' ich, schickt ihn her,
Und fordert dich auf's Feld hinaus;
Verweig're kurz dich ihm, und sage, nein.

Penthesilea.
Es ist nicht möglich.

Prothoe. Meine Königinn?

Penthesilea.
Der Sohn des Peleus fordert mich ins Feld?

Prothoe.
Sag' ich dem Mann gleich: nein, und laß ihn gehn?

Penthesilea.
Der Sohn des Peleus fordert mich ins Feld?

Prothoe.
Zum Kampf ja, meine Herrscherinn, so sagt' ich.

Penthesilea.
Der mich zu schwach weiß, sich mit ihm zu messen,
Der ruft zum Kampf mich, Prothoe, ins Feld?
Hier diese treue Brust, sie rührt ihn erst,
Wenn sie sein scharfer Speer zerschmetterte?
Was ich ihm zugeflüstert, hat sein Ohr
Mit der Musik der Rede bloß getroffen?
Des Tempels unter Wipfeln denkt er nicht,
Ein steinern Bild hat meine Hand bekränzt?

Prothoe.
Vergiß den Unempfindlichen.

Penthesilea. (glühend) Nun denn,
So ward die Kraft mir jetzo, ihm zu stehen:
So soll er in den Staub herab, und wenn
Lapiten und Giganten ihn beschüzten!