Die Oberpriesterinn.
Jetzt unter ihren Hunden wüthet sie,
Mit schaumbedeckter Lipp', und nennt sie Schwestern,
Die heulenden, und der Mänade gleich,
Mit ihrem Bogen durch die Felder tanzend,
Hetzt sie die Meute, die mordathmende,
Die sie umringt, das schönste Wild zu fangen,
Das je die Erde, wie sie sagt, durchschweift.

Die Amazonen.
Ihr Orkusgötter! Wie bestraft ihr sie!

Die Oberpriesterinn.
Drum mit dem Strick, ihr Arestöchter, schleunig
Dort auf den Kreuzweg hin, legt Schlingen ihr,
Bedeckt mit Sträuchern, vor der Füsse Tritt.
Und reißt, wenn sich ihr Fuß darin verfängt,
Dem wuthgetroffnen Hunde gleich, sie nieder:
Daß wir sie binden, in die Heimath bringen,
Und sehen, ob sie noch zu retten sei.

Das Heer der Amazonen. (außerhalb der Scene)
Triumph! Triumph! Triumph! Achilleus stürzt!
Gefangen ist der Held! Die Siegerinn,
Mit Rosen wird sie seine Scheitel kränzen!

(Pause)

Die Oberpriesterinn. (mit freudebeklemmter Stimme)
Hört' ich auch recht?

Die Priesterinnen und Amazonen.
Ihr hochgeprießnen Götter!

Die Oberpriesterinn.
War dieser Jubellaut der Freude nicht?

Die erste Priesterinn.
Geschrei des Siegs, o du Hochheilige,
Wie noch mein Ohr keins seeliger vernahm!

Die Oberpriesterinn.
Wer schafft mir Kund', ihr Jungfraun?