Feldmarschall Dörfling.
Das ist der Oberst Götz, mein Fürst und Herr,
Der mit dem Vortrab gestern vorgegangen.
Er hat schon einen Offizier gesandt,
Der im voraus darüber dich beruhge.
Ein schwedscher Posten ist, von tausend Mann,
Bis auf die Hackelberge vorgerückt;
Doch haftet Götz für diese Berge dir,
Und sagt mir an, du möchtest nur verfahren,
Als hätte sie sein Vortrab schon besetzt.

Der Kurfürst (zu den Offizieren).
Ihr Herrn, der Marschall kennt den Schlachtentwurf;
Nehmt euren Stift, bitt ich, und schreibt ihn auf.

(Die Offiziere versammeln sich auf der andern Seite um den
Feldmarschall und nehmen ihre Schreibtafeln heraus.)

Der Kurfürst (wendet sich zu dem Hofkavalier).
Ramin ist mit dem Wagen vorgefahren?

Der Hofkavalier.
Im Augenblick, mein Fürst.—Man spannt schon an.

Der Kurfürst (läßt sich auf einen Stuhl hinter der
Kurfürstin und Prinzessin nieder).
Ramin wird meine teur' Elisa führen,
Und dreißig rüstge Reuter folgen ihm.
Ihr geht auf Kalkhuhns, meines Kanzlers, Schloß
Bei Havelberg, jenseits des Havelstroms,
Wo sich kein Schwede mehr erblicken läßt.—

Die Kurfürstin.
Hat man die Fähre wieder hergestellt?

Der Kurfürst.
Bei Havelberg?—Die Anstalt ist getroffen.
Zudem ists Tag, bevor ihr sie erreicht.

(Pause.)

Natalie ist so still, mein süßes Mädchen?
—Was fehlt dem Kind?