Hohenzollern (mit Nachdruck). Jetzo nicht!
—Du hast zu zeitig, wie wir gleich gesagt,
Dich in die Schlacht gedrängt; die Order war,
Nicht von dem Platz zu weichen, ungerufen!
Der Prinz von Homburg.
Helft Freunde, helft! Ich bin verrückt.
Golz (unterbrechend). Still! Still!
Der Prinz von Homburg.
Sind denn die Märkischen geschlagen worden?
Hohenzollern (stampft mit dem Fuß auf die Erde).
Gleichviel!—Der Satzung soll Gehorsam sein.
Der Prinz von Homburg (mit Bitterkeit).
So—so, so, so!
Hohenzollern (entfernt sich von ihm).
Es wird den Hals nicht kosten.
Golz (ebenso).
Vielleicht, daß du schon morgen wieder los.
(Der Kurfürst legt die Briefe zusammen, und kehrt sich wieder in den Kreis der Offiziere zurück.)
Der Prinz von Homburg (nachdem er sich den Degen abgeschnallt).
Mein Vetter Friedrich will den Brutus spielen,
Und sieht, mit Kreid auf Leinewand verzeichnet,
Sich schon auf dem kurulschen Stuhle sitzen:
Die schwedschen Fahnen in dem Vordergrund,
Und auf dem Tisch die märkschen Kriegsartikel.
Bei Gott, in mir nicht findet er den Sohn,
Der, unterm Beil des Henkers, ihn bewundre.
Ein deutsches Herz, von altem Schrot und Korn,
Bin ich gewohnt an Edelmut und Liebe,
Und wenn er mir, in diesem Augenblick,
Wie die Antike starr entgegenkommt,
Tut er mir leid, und ich muß ihn bedauren!