Hohenzollern (zerstreut).
Ja. Gestern abend.
Der Prinz von Homburg.
Ward, beschloßnermaßen,
Das Siegsfest dort gefeiert?—Allerdings!
—Der Kurfürst war zugegen in der Kirche?
Hohenzollern.
Er und die Fürstin und Natalie.—
Die Kirche war, auf würdge Art, erleuchtet;
Battrieen ließen sich, vom Schloßplatz her,
Mit ernster Pracht bei dem Tedeum hören.
Die schwedschen Fahnen wehten und Standarten,
Trophäenartig, von den Pfeilern nieder,
Und auf des Herrn ausdrücklichem Befehl,
Ward deines, als des Siegers Namen—
Erwähnung von der Kanzel her getan.
Der Prinz von Homburg.
Das hört ich!—Nun, was gibt es sonst; was bringst du?
—Dein Antlitz, dünkt mich, sieht nicht heiter, Freund!
Hohenzollern.
—Sprachst du schon wen?
Der Prinz von Homburg. Golz, eben, auf dem Schlosse,
Wo ich, du weißt es, im Verhöre war.
(Pause.)
Hohenzollern (sieht ihn bedenklich an).
Was denkst du, Arthur, denn von deiner Lage,
Seit sie so seltsam sich verändert hat?
Der Prinz von Homburg.
Ich? Nun, was du und Golz—die Richter selbst!
Der Kurfürst hat getan, was Pflicht erheischte,
Und nun wird er dem Herzen auch gehorchen.
Gefehlt hast du, so wird er ernst mir sagen,
Vielleicht ein Wort von Tod und Festung sprechen:
Ich aber schenke dir die Freiheit wieder—
Und um das Schwert, das ihm den Sieg errang,
Schlingt sich vielleicht ein Schmuck der Gnade noch;
—Wenn der nicht, gut; denn den verdient ich nicht!
Hohenzollern.
O Arthur! (Er hält inne.)