Der Prinz von Homburg.
Wann?
Hohenzollern.
Eben jetzt.
Der Prinz von Homburg. Als er vom Herrn zurück kam?
Hohenzollern.
Als er vom Herrn die Treppe niederstieg!—
Er fügt' hinzu, da er bestürzt mich sah,
Verloren sei noch nichts, und morgen sei
Auch noch ein Tag, dich zu begnadigen;
Doch seine bleiche Lippe widerlegte
Ihr eignes Wort, und sprach: ich fürchte, nein!
Der Prinz von Homburg (steht auf).
Er könnte—nein! so ungeheuere
Entschließungen in seinem Busen wälzen?
Um eines Fehls, der Brille kaum bemerkbar,
In dem Demanten, den er jüngst empfing,
In Staub den Geber treten? Eine Tat,
Die weiß den Dei von Algier brennt, mit Flügeln,
Nach Art der Cherubinen, silberglänzig,
Den Sardanapel ziert, und die gesamte
Altrömische Tyrannenreihe, schuldlos,
Wie Kinder, die am Mutterbusen sterben,
Auf Gottes rechter Seit hinüberwirft?
Hohenzollern (der gleichfalls aufgestanden).
Du mußt, mein Freund, dich davon überzeugen.
Der Prinz von Homburg.
Und der Feldmarschall schwieg und sagte nichts?
Hohenzollern.
Was sollt er sagen?
Der Prinz von Homburg. O Himmel! Meine Hoffnung!
Hohenzollern.
Hast du vielleicht je einen Schritt getan,
Seis wissentlich, seis unbewußt,
Der seinem stolzen Geist zu nah getreten?