Inhalt
- [Die Gründung des Deutschen Zollvereins.]
- [ Vorwort ]
- [1. Maaßen und das neue Preußische Zollgesetz.]
- [2. Der Kampf gegen das preußische Zollgesetz und der erste preußische Zollvertrag.]
- [3. Der Kampf um das preußische Zollgesetz auf den Wiener Konferenzen.]
- [4. Die Darmstädter Zollkonferenzen.]
- [5. Motzs deutsche Handelspolitik.]
- [6. Der Zollkrieg und die ersten Zollvereine.]
- [a) Die Stuttgarter Zollkonferenzen.]
- [b) Der preußisch-hessische und der bayrisch-württembergische Zollverein.]
- [c) Der Mitteldeutsche Handelsverein.]
- [d) Preußens Sieg. Preußisch-Bayrischer Handelsvertrag.]
- [7. Der Deutsche Zollverein.]
- [a) Kurhessens Beitritt.]
- [b) Beitritt des Süddeutschen Zollvereins.]
- [c) Anschluß von Sachsen und Thüringen.]
- [d) Politische Bedeutung des Deutschen Zollvereins.]
- [Register.]
Die Gründung des Deutschen Zollvereins.
Vorwort
Ein Quellenbuch mit Urkunden, Briefen und sonstigen Aktenstücken zur Geschichte des Deutschen Zollvereins dürfte auf allgemeines Interesse kaum rechnen und müßte bei der Länge der Zeit, über die sich die Verhandlungen hinschleppten, nur ein kümmerlicher Torso sein, der niemand gefiele. Dagegen darf die klassische Darstellung, die Heinrich v. Treitschke in seiner Deutschen Geschichte im 19. Jahrhundert dieser größten Schöpfung der Friedensregierung Friedrich Wilhelms III. gewidmet hat, selbst den Wert einer Quelle beanspruchen, da sie auf einem umfassenden Studium aller in Betracht kommenden Akten und Briefwechsel beruht, von denen die wenigsten der wissenschaftlichen Forschung bisher durch den Druck zugänglich gemacht sind.
Im folgenden sind die in Betracht kommenden Kapitel der Deutschen Geschichte mit geringen Auslassungen, die vom Leser wohl nirgends als Lücken empfunden werden dürften, mit freundlich gewährter Erlaubnis der Verlagsbuchhandlung zu einer Einheit zusammengefaßt und wirken in dieser Form fast wuchtiger als in der Verstreuung über drei dicke Bände, wie sie der chronologische Aufbau des alle Seiten des deutschen Lebens umspannenden Werkes mit sich bringt. Sie reden eine so eindringliche Sprache von einer jammervollen Vergangenheit deutschen Kleinlebens, daß man nur wünschen kann, daß die Stimme des tapferen Rufers im Streit für nationale Einigung auch weiterhin gehört werde, nachdem ihn selbst schon seit Jahren der kühle Rasen deckt.
Leipzig, 19. Mai 1913.