Grimaldi. Der Pabst muß uns schüzzen, ich sage, er muß, denn wir vertheidigen als gute Christen die Gerechtsame seines Stuhls in der Republik Venedig — schon das kann euch eine Quelle des Muths werden, wenn in der lezten Noth alles scheitern sollte. Keine Hand darf euch verlezzen!

Kontarino. Höre, Parozzi, es bleibt nach unsrer Abrede dabei, du bestellst unsre Bundesgenossen mit Waffen und Wehr in deine Behausung. Um Mitternacht verläßt du den Ball, und bemächtigst dich des Arsenals. Der Hauptmann Sebilli ist unser, und hält dort die Wache.

Grimaldi. Der Schiffkapitain Adormo wird auf das Signal der Sturmglokke zu uns stossen mit seinen Leuten.

Falieri. Es kann gar nicht fehlen!

Kontarino. Macht nur die Verwirrung so gros, als möglich, Freunde und Feinde müssen durcheinander wüthen, keiner muß wissen woher der Aufruhr, warum, und wohin! —

Parozzi. Bei meiner Seele, ich danke Gott, daß es endlich so weit gediehen ist.

Falieri. Hast du die weißen Armbinden unter unsre Leute ausgetheilt, Parozzi?

Parozzi. Schon vorgestern.

Kontarino. Halloh, Brüder, die Kelche gefüllt! so wie jezt sizzen wir nicht sobald wieder beisammen, als nach vollbrachter Arbeit! —

Memmo. Laßt uns noch einmahl alles weislich überlegen!