„Schikken Sie das Blutgeld an das Armenhaus, und bleiben Sie mir gut!“ schrieb er auf das Pergament.

Florentin drükte gerührt seines treuen Dieners Hand. „Ich danke dir,“ sagte er: „ich danke dir für deine Ergebenheit; bezahlen kann ich solche biedre That nicht. Indessen hättest du Morizens Befehl immerhin ausführen können, ich würde dir auch gedankt haben, und du hättest mir vielleicht gütlicher gethan.“ —

Badner schien sich verwundern.

„Nein, lieber Alter, verwundre dich nicht! Dein Herr ist unglüklich. In einem Monate hast Du vielleicht mehr erfahren!“

Achtes Kapitel.
Eine Episode.

Es war des Morgens um vier Uhr, als Pr. Moriz auf der Straße von vier starken, verkleideten Kerlen angehalten wurde. Er kam so eben aus den Armen der Signora Biondina, welche ihrem Galan eine seelige Nacht geschaffen hatte.

„Hör’ Er, Freund,“ sagte einer von den Verkleideten, indem er den Prinzen beim Arm faßte: „Er nimmts uns wohl nicht übel, daß wir so dreist sind, mit ihm ein Paar Worte zu plaudern.“

Ein Andrer. Freilich, wir haben lange auf Ihn warten müssen.

Prinz. (einen Schritt zurüktretend) Wer seid Ihr, und was wollt Ihr?

Verkleideter. Wer wir sind? das kann man Ihm nachher sagen. Was wir wollen? eine Bestellung wollen wir an Mann bringen.