„Nein, nein! das dürfen Sie auch nicht. Ihr Onkel und Ihr Fräulein Schwester würden mir böse werden. Nur vierzehn Tage! die durchleben sich leicht.“

Haben Sie noch einige Befehle!

„Vor ihrer Wiederkunft erfahren Sie nichts, allein nachher desto mehr. Ich habe einen vortreflichen Anschlag, bei dessen Ausführung Sie mir schlechterdings beistehn müssen. — O Graf, Sie haben mich auf eine vortrefliche Bahn geführt; reden dereinst die Jahrbücher der Welt auch nicht von mir, als dem Eroberer, dem Heiligen, vergißt man mich auch, weil ich keine auffallende Thaten that: so belohnt mich doch jezt schon die Freude meines Volks.“

Nein, Theuerster; Vater des Vaterlandes wird die Nachwelt Sie nennen, ein Beiname, der unendlich schmeichelhafter klingt, als der Name des Grossen, des Weltüberwinders.

„Ich thue auf den einen, so wie auf den andern Verzicht. Eine Thräne von der Dankbarkeit geweint, ist belohnender, als aller Weihrauch von der Nachwelt. Und nennt man mich: so nenne man auch Sie. Denn Sie haben gleichen Antheil an der Vervollkommnerung meiner Unterthanen. — Graf, noch eins, warum seh’ ich Sie seit einigen Tagen so ernst, so schwermüthig?“

Mich, gnädigster Herr?

„Nun ja; Ihr Lächeln dünkt mich so erzwungen, Ihre Freude so erborgt. Was ist ihnen? sagen Sie mirs. So wahr ich Herzog bin, und so weit sich meine Gewalt strekt, helf’ ich ihnen! Ich mag kein trauriges Gesicht sehn, am wenigstens von Ihnen.“

Verzeihn Sie, vielleicht ists Laune, vielleicht die Annäherung einer Krankheit, vielleicht — —

„Man hat Ihnen doch nicht einen Streich gespielt, wie dem Prinzen Moriz?“

Ich wüßte nicht welchen?