Der Verfasser.
Inhalt
dieses Bändchens.
| Erster Abschnitt. | |
| Erstes Kapitel. Der rothe Mantel. | [1] |
| Zweites Kapitel. O, der glücklichen Nachwelt. | [6] |
| Drittes Kapitel. Der Onkel beweis't, daß er Graf sei. | [16] |
| Viertes Kapitel. Und — das ist Liebe! — — — | [28] |
| Fünftes Kapitel. Ein langes Gesicht. | [36] |
| Sechstes Kapitel. Der Onkel in der Komödie. | [45] |
| Siebentes Kapitel. Ein Adelsbrief — Ein Rittergut — Verlobung und — — | [51] |
| Zweiter Abschnitt. | |
| Erstes Kapitel. Auch Prinzessinnen haben Herzen. | [55] |
| Zweites Kapitel. — — Und wen? — — | [64] |
| Drittes Kapitel. Der arme Florentin! | [69] |
| Viertes Kapitel. Einige Damen werden behorcht. | [75] |
| Fünftes Kapitel. Das Strumpfband. | [82] |
| Sechstes Kapitel. Ein sonderbares Phänomen. | [100] |
| Siebentes Kapitel. Eine Schäferstunde. | [106] |
| Dritter Abschnitt. | |
| Erstes Kapitel. Hofnungen von Italien her. | [115] |
| Zweites Kapitel. Das Wort an einen Fürsten. | [123] |
| Drittes Kapitel. Supplement zum Vorigen. — Ein Schrek. | [136] |
| Viertes Kapitel. Wer so stirbt, der stirbt wohl! | [143] |
| Fünftes Kapitels Schwärmereien Augustens von Gülden. | [152] |
| Sechstes Kapitel. Der Donner aus der Ferne. | [162] |
| Siebentes Kapitel. Das Gewitter zieht näher heran. | [172] |
| Achtes Kapitel. Eine Episode. | [183] |
| Vierter Abschnitt. | |
| Erstes Kapitel. Holder erscheint wieder. | [187] |
| Zweites Kapitel. Ein Traum. | [195] |
| Drittes Kapitel. Zeitungen — Thränen, Flüche, Marionetten. | [205] |
| Viertes Kapitel. Der Traum hat ein Ende. | [210] |
| Fünftes Kapitel. Gute Nacht, Florentin. — Auch ein Postscriptum an den Leser! | [227] |
Die
schwarzen Brüder.
Erster Abschnitt.[1)]
Erstes Kapitel.
Der rothe Mantel.
Es war ein fürchterlicher Abend; ein Donnerschlag verjagte den andern; der Sturm pfif über die Felder und entwurzelte Eichen, der Regen schos so dicht und häufig, daß es ein Wolkenbruch zu sein schien.
„Mein Gott!“ keuchte der alte Graf von Duur, der sich auf der Jagd verspätet hatte, vom Sturm Regen und Donnerwetter plözlich überfallen war, und nun um alles in der Welt gern auf seinem Landschlosse zu sein wünschte: „Mein Gott, das stürmt ja alles auf mich armen Schach ein, als bräche der jüngste Tag auf! — Mein Odem ist weg, mein Seel, ich erstikke, wenn ich nicht bald zu dem verwünschten Schlosse komme!“ Der Leser mus wissen, daß der alte Herr etwas schwer vom Leibe war.
„Verwünscht, daß ich auf die Jagd hinauswatschelte; aber wer konnte das leidige Ungestüm riechen? und obendrein keinen Sperling geschossen! was der Bastholm nun lachen wird!“
Der gute, alte Mann hatte nämlich mit dem benachbarten Gutsbesizzer, dem Herrn von Bastholm, um zehn Flaschen Tokaier gewettet, wer den Tag das meiste von der Jagd heimbringen würde.