Florentin. Aufschlus, und Rath!

Holder. Sprich deutlich.

Florentin. Holder, du der du mir sonst in allem zuvor kamst, Holder, du, verstehst mich nicht?

Holder. Wie sollt’ ich?

Florentin. (ihm näher tretend und ins Auge fassend) Julius, Regent Julius, sprich, hat mich ein Traum belogen?

Holder. Ja, Vinzenz, und nein!

Florentin. (froh auffahrend) Nun, Gott seis gedankt, nein! — nein, es war kein Hirngespinnst, Wahrheit ists — die schwarzen Brüder sind vorhanden! du bist nicht allwissend, wie wolltest du sonst wissen, was ich nur träumte und noch keinem Sterblichen verrieth? — du bist der Regent der Brüder, ich bin dein Genosse! —

Holder. (lächelnd) Bist du’s?

Florentin. Spotte nicht, um Gotteswillen nicht! ich stehe izt von allen Verhältnissen und Verbindungen abgerissen, werde aus meinem Vaterlande verstoßen, habe keinen Freund, keinen Bruder. Mein Traum — nein, Traum wars nicht! — hat mich noch gefesselt an diese Welt und an die Lust großer Thaten. Nimm mir den Traum, und ich bin nichts! gieb mir ihn noch einmal zurük und ich bin alles was du willst.

Holder. (mit sich aufklärender Miene) Ich spottete dein nicht. — Bruder, sei ruhig.