Moriz. (bitter) Wer?

Florentin. Das Volk!

Moriz. Wer — wer soll herrschen, wenn Piedros Unvermögen zum Regieren öffentlich anerkannt worden? — Wer? —

Florentin. (kalt) das Volk!

Moriz. (aufspringend) Und das wird nicht geschehn! oder Moriz müßte von einer Bettlerfamilie stammen — müßte nicht in Kanella sein.

Florentin. (steht auf und geht durchs Zimmer, indem er sich auf den Finger beißt, und eine Miene zieht, als einer, welcher diebischerweise ein Geheimnis entwendet.)

Moriz. Verdammt! — da sollts auf diese Gefahr zu einer Rebellion kommen, und Ihr Schurken von Demokraten solltet Morizen kennen lernen!

Florentin. (sich umdrehend) Ja, gnädigster Prinz, ich zweifle, nicht, — besonders wenn Ihr dies an der Spizze von wenigstens zehn bis zwanzig tausend Mann sagtet!

Moriz. (starrt lange vor sich nieder, geht dann rasch zum Grafen, legt vertraulich seine Hand auf dessen Achsel; seine Mienen sprechen, aber — sein Mund schweigt. Er dreht sich wieder um und pfeift — geht zum Tisch und klingelt.)

Florentin. (beobachtet den Prinzen mit scharfen Blikken unverwand, so sehr er sich auch den Schein des Gleichgültigen giebt)